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Klar, kann man machen: ein Kontrabassist, der seine Platte (und nun auch seine Band) mit „Projekt Drums“ überschrieben hat, weil Bass und Schlagzeug halt im Jazz das rhythmische Rückgrat einer Band sind. Doch wer dabei einen üblichen Modern Jazz erwartet, der kennt den 1983 im schwedischen Göteborg geborenen Bassisten Petter Eldh nur schlecht. Nachdem er 2009 nach seinem Studium am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen nach Berlin gekommen war, hat er den Gang der Jazzszene maßgeblich mitbestimmt. So, wie er sein Instrument behandelt, hat wenig mit dem zu tun, was man sonst vom Kontrabass gewohnt ist. Eldhs Spiel ist selten virtuos und feingliedrig, viel lieber rupft und reißt er die Saiten, und seine Soundästhetik besitzt eher die Ruppigkeit des Punk-Rock. Zudem liebt er es, seine Studioaufnahmen durch ein Vielerlei an Postproduction nachzubearbeiten. Auch und gerade deshalb darf man gespannt sein, wie Eldh seine für ihn typischen Melodie-Fragmente, die fast ins Unendliche übereinander geschichteten Patterns und diese beinahe bis zur Unkenntlichkeit gemorphten Sounds seines „Projekt Drums“ auf der Cologne Jazz Week zum ersten Mal live auf die Bühne bringen wird. Denn auch das ist Teil von Eldhs improvisatorischer Arbeit: dem Publikum zu zeigen, wie sich aus einem Studio-Projekt eine mitreißende Live-Performance entwickeln lässt. Und von den sechs Schlagzeuger:innen des Albums „Projekt Drums Vol. 1“ wird die junge New Yorkerin Savannah Harris bei dessen Live-Premiere das Drumset spielen.

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Mitwirkende

Tapiwa Svosve saxophone, electronic

Tom Seminar Ford guitar

Wanja Slavin saxophone

Savannah Harris drums

Petter Eldh bass guitar, synthesizer, samples