MEM Û ZÎN
Theater an der Ruhr
Çîrokek ji zimanê rîtuel û ...
Çîrokek ji zimanê rîtuel û efsaneyan
Lîstik bi derhêneriya Mîrza Metîn ve bi estetîkeke mînîmal hatiye sehnekirin û ne weke lîstikeke şanoyê ya klasîk, weke vegotineke sahneyê ya rîtuelî hatiye sêwirandin. Lîstik hewl dide ku bi riya metaforan derhişiya destanê derxe holê û li ser sehneyê merasîmeke efsûnî biafirîne. Dahol, dexl û ronahiyên sehnê yên di bin kontrola lîstikvanan de xizmetê ji ritm û dîtbarîya vê merasîmê dikin. Hulikên daholê jî dibin maske di merasîmê de. Govend enerjiya lîstikvanan ava dike û vediguhere dibe dansekê rîtuelî. Bi bikaranîna derfetên vokal yên dengbêjiyê û bi koroyan perdeyek ji wateya peyvê wêdetir tê vekirin. Di vê lîstikê de bêhn ji rîtuelê, deng ji dengbêjiyê û hereket ji govendê tê.
Mem û Zîn ku bi derhêneriya Mîrza Metîn ve dertê ser dikê xwe dispêre vê pirsê: “Kilamek, stranek, çîrokek ango destaneke gelêrî, bêyî ku weke teksteka şanoyê ji nû ve bê nivîsandin, çawa dikare bi rengekî nûjen bê sehnekirin?”
Mem und Zin ist eine kurdische Liebesgeschichte, die mit mythologischen Elementen verwoben ist. Seit Jahrhunderten wird sie von verschiedenen Sängern und Geschichtenerzählern vorgetragen. Daher gibt es Dutzende von Versionen dieses Epos. Es geht auf das Buch „Mem Alan“ zurück. Die bekannteste Version des berühmten kurdischen Dichters Ahmed Khani wurde im 17. Jahrhundert mit einer originellen Interpretation verfasst. Die in diesem Stück verwendete Version basiert auf der bis heute erhaltenen Aufnahme des berühmten Sängers Reso. Die Geschichte handelt von Verrat, Mut, Gastfreundschaft, Bosheit und Ungerechtigkeit, die sich um die große und unmögliche Liebe von Mem und Zin drehen. Doch die größte Liebe ist die, von der die Hand erzählt.
Eine Geschichte in der Sprache der Rituale und Legenden
Das von Mirza Metin inszenierte Stück wird mit minimalistischer Ästhetik aufgeführt. Es ist nicht als klassisches Theaterstück, sondern als Ritual konzipiert. Das Stück versucht, durch Metaphern das Unbewusste der Sage ans Licht zu bringen und auf der Bühne eine magische Zeremonie zu schaffen. Trommeln, Getreide und Bühnenbeleuchtung, die von den Schauspielern gesteuert werden, dienen dem Rhythmus und der Bildsprache dieser Zeremonie. Die Trommelstöcke werden in der Zeremonie als Masken verwendet. Traditionelle kurdische Tänze erzeugen bei den Schauspielern eine ekstatische Energie und verwandeln die Aufführung in eine rituelle Erzählung. Unter Verwendung der Gesangstechniken der Dengbêj und Hirten wird versucht, einen Blick hinter die Bedeutung der Worte zu werfen. Chöre verleihen dem Stück eine antike Atmosphäre.
Die zentrale Frage der Arbeit zu „Mem û Zîn“ lautet: Wie lassen sich traditionelle Erzählformen wie Epen, Märchen, Kılams, Strans usw. auf zeitgemäße und originelle Weise inszenieren, ohne sie als zeitgenössisches Theaterstück neu zu schreiben?
Das Stück wird auf Kurdisch mit deutschen Übertiteln gezeigt. Quelle: Dengbêj Reso Konzept, Regie, Lichtdesign: Mîrza Metîn Darsteller: Pelda Bal, Kenan Demir, Roni Dildar Dramaturgin/Regieassistentin: Zelal Angay Choreografie/Bewegungsregie: Arjen Brûsk Fotografen: Bariş Evîz, Khaled Saeidpour Assistent: Robîn Ozel
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
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