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Ausstellung | Kunst

Präsentation des mittelalterlichen Köln in der Stadt Mülheim - Kunstmuseum MMKM Ruhrstraße 3 / Ecke Delle im Innenstadtpark "Ruhranlage"

MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim

Veranstaltungsort
MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim Ruhrstr. 3, Ecke Delle - Ruhranlage 45468 Mülheim an der Ruhr MMKM.jimdosite.com Veranstaltungsort
Veranstalter
MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim Ruhrstr. 3, Ecke Delle - Ruhranlage 45468 Mülheim an der Ruhr
Wie kam das legendäre "CROISSANT DE COLOGNE" als Stadtmodell in die Ruhrtalstadt Mülheim?

Theo Giesen (1922–1990) war ein deutscher Musiker und autodidaktischer Modellbauer. Bekannt wurde er als Erster Konzertmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters sowie des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters (heute WDR Sinfonieorchester).

In seiner Freizeit schuf er über drei Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges ...
Wie kam das legendäre "CROISSANT DE COLOGNE" als Stadtmodell in die Ruhrtalstadt Mülheim?

Theo Giesen (1922–1990) war ein deutscher Musiker und autodidaktischer Modellbauer. Bekannt wurde er als Erster Konzertmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters sowie des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters (heute WDR Sinfonieorchester).

In seiner Freizeit schuf er über drei Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges, 4 Quadratmeter großes, vollplastisches historisches Stadtmodell von Köln im Jahr 1571.

Das Leben als Konzertmeister

Ausbildung:
Giesen studierte am Kölner Konservatorium und war Schüler des renommierten Geigers Abraham „Bram“ Eldering.

Orchesterkarriere:
Giesen wirkte als Erster Konzertmeister des Gürzenich-Orchesters in Köln.Rundfunkorchester: Er war nach dem Krieg Gründungsmitglied und Erster Konzertmeister des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters (KRSO) unter Dirigenten wie Joseph Keilberth.

Das Kölner Stadtmodell von 1571

Vorlage: Als Basis diente ihm die berühmte perspektivische Schrägansicht Kölns von Arnold Mercator aus dem Jahr 1571.

Bauweise und Ausführung:
Das ca. 2 x 2 Meter große Modell („Croissant de Cologne“) fertigte Giesen in jahrelanger Kleinarbeit aus Materialien wie Holz und Pappe an. Er rekonstruierte Gebäude, Straßen und Kirchen detailgetreu nach historischen Urkunden.

Unvollendet:
Giesens plötzlicher Tod bei einer Routineuntersuchung im Jahr 1990 verhinderte die vollständige Fertigstellung des Werks (so blieb etwa das historische Deutz auf der „Schäl Sick“ unvollendet).

Heutiger Standort:
Das bedeutende kulturhistorische Modell wird im Raum der Villa Artis / Ruhr Gallery (unter anderem im Rahmen von Sammlungen in Mülheim an der Ruhr) der Öffentlichkeit präsentiert.

Möchten Sie mehr Details über die Geschichte des Mercator-Plans erfahren oder wissen, wie das Stadtmodell nach Mülheim kam? Im MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim werden dazu kostenlose Führungen angeboten.

Terminvereinbarungen unter:
BESUCH.jimdosite.com

Alles über das Stadtmodell des Theo GiesenAlles über das Stadtmodell des Theo Giesen

Das Stadtmodell von Theo Giesen ist ein weltweit einzigartiges, vollplastisches 3D-Kunstwerk, das die Stadt Köln im Jahr 1571 detailgetreu abbildet. Giesen, der im Hauptberuf Konzertmeister des WDR-Sinfonieorchesters in Köln war, erschuf dieses historische Dokument in über 30-jähriger Detailarbeit vollständig von Hand. Aufgrund seiner halbrunden, geschwungenen Form entlang des Rheins wird das Modell auch liebevoll als „Croissant de Cologne“ bezeichnet.
Wichtige Eckdaten und Fakten
Erbauer: Theo Giesen (*1922, †1990), Musiker und leidenschaftlicher Modellbauer.

Dargestellte Epoche: Das historische Köln im Jahr 1571. Als historische Vorlage diente unter anderem der berühmte Kölner Stadtplan von Arnold Mercator aus demselben Jahr.Abmessungen: Das vollplastische Modell misst 2 x 2 Meter und umfasst eine Gesamtfläche von 4 Quadratmetern.

Präzision: Jedes einzelne Gebäude, die Stadtmauern, Kirchen und Gassen wurden lange vor der Existenz digitaler Hilfsmittel maßstabs- und detailgetreu rekonstruiert.
Aktueller Ausstellungsort und Besichtigung

Lange Zeit war das Modell in Köln verortet, doch mittlerweile hat es eine neue Heimat in der Metropolregion gefunden.Ausstellungsort: Das Original befindet sich heute in der Villa Artis in Mülheim an der Ruhr (Ruhrstraße 3).

Veranstalter/Träger:
Betreut und präsentiert wird das historische Kunstwerk durch das Mülheimer Kunstmuseum MMKM (Sammlung).Zweck: Es steht dort sowohl der breiten Öffentlichkeit zur Erbauung als auch für wissenschaftliche und historische Zwecke zur Verfügung.

Das Wiki-Projekt „Altes Köln“ dokumentiert das Stadtmodell von Theo Giesen auf einer eigenen Stadtmodell-Übersichtsseite.
Die digitale Erfassung und die Kooperation mit dem Wiki sind ein zentraler Meilenstein, um das physische Kunstwerk für die digitale Geschichtsforschung nutzbar zu machen.Digitale Kooperation und Zweck im WikiDer Ursprung: Das aus Holz und Pappe modellierte Kunstwerk gelangte im Jahr 2012 über eine Stiftung an das Kulturmuseum Mülheim an der Ruhr (Sitz in der Ruhrstraße 3).
Die Digitalisierung: Vor Ort erfasste ein professionelles Fotografenteam das 3D-Modell digital aus allen Perspektiven.

Kooperationsvereinbarung: Am 30. Dezember 2020 wurden diese Bilddateien offiziell dem Wiki-Projekt „Altes Köln“ zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt.

Ziel des Wiki-Projekts:
Auf der Info-Seite zum Stadtmodell auf Altes Köln wird beschrieben, dass die hochauflösenden Aufnahmen als visuelle Grundlage für eine kombinierte Visualisierung verschiedener historischer Themenschwerpunkte dienen sollen. Nutzer können so das Köln des Jahres 1571 virtuell im Wiki erkunden.

Neue Erkenntnisse zur Entstehung (laut Dokumentation)

Durch die Wiki-Einträge und die zugehörige Entstehungsdokumentation des Kölnmodells werden Giesens Arbeitsweise und die Grenzen des Modells deutlich:

Korrektur der Mercator-Perspektive: Arnold Mercators berühmter Plan von 1571 war ein Kupferstich in einer Schrägansicht (Vogelperspektive). Gebäude im Vordergrund verdeckten folglich Areale dahinter. Giesen recherchierte die verdeckten Liegenschaften mühsam anhand von zeitgenössischen Zeichnungen und Akten aus dem Kölner Stadtarchiv nach.

Das unvollendete Werk:
Theo Giesen wurde 1990 überraschend durch eine Routineuntersuchung aus dem Leben gerissen. Deswegen konnte er das Modell nicht vollständig vollenden. Es fehlt insbesondere die „Schäl Sick“ – also die Darstellung des historischen Stadtteils Köln-Deutz auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

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altes-koeln.de/wiki/Stadtmodell/Info_zum_Stadtmodell
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