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Ausstellung | Kunst

TOMAS KLEINER. IM WIND

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr kultur.muelheim-ruhr.de/kunstm... Veranstaltungsort
Veranstalter
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr Tel.: +49 208 4554171 Fax: +49 208 4554134
11. Oktober 2026 bis 29. März 2027

Vom 11. Oktober 2026 bis zum 29. März 2027 lädt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr ein, die Ausstellung IM WIND von Tomas Kleiner im 2. Obergeschoss zu besuchen.

In der ersten musealen Einzelausstellung des Künstlers trägt uns der Titel „IM WIND“ mitten ins Zentrum seines schöpferischen Universums. Das Phänomen des Windes, das „unsichtbare Etwas“, das für die ...
11. Oktober 2026 bis 29. März 2027

Vom 11. Oktober 2026 bis zum 29. März 2027 lädt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr ein, die Ausstellung IM WIND von Tomas Kleiner im 2. Obergeschoss zu besuchen.

In der ersten musealen Einzelausstellung des Künstlers trägt uns der Titel „IM WIND“ mitten ins Zentrum seines schöpferischen Universums. Das Phänomen des Windes, das „unsichtbare Etwas“, das für die Ausstellung zentral ist, spielt als formgebende Kraft mit den bewegten, sich in beständiger Transformation befindenden Arbeiten. Oftmals aus ephemeren oder wandelbaren Materialien bestehend, erleben wir die Werke in permanenter Veränderung – so als könnten sie sich nicht entscheiden, ob sie gerade entstehen, verschwinden oder sich einfach neu erfinden wollen. DER WIND ist unsichtbar – IM WIND hingegen steht man, positioniert sich und nimmt eine Haltung an. In diesem Sinne wird Wind zu einer verändernden Kraft. Die beständige Transformation der Werke verbindet sich mit der Vorstellung einer in der Luft liegenden Erwartung eines aufkommenden Sturms, eines bevorstehenden Ereignisses, das sich in verschiedenen Zeichen ankündigt. Der Wind wird als formgebende Kraft neben dem Künstler zu einem Mitgestalter des Werkes. Die Fallschirmskulpturen, die einst in den starken Winden der Küstenlandschaften – etwa in Bremerhaven oder am mexikanischen Pazifik – erprobt worden waren, erscheinen im musealen Raum zunächst zurückgenommen: hängend, ruhig, fast wie in einem Zustand des Wartens. Und doch tragen sie sichtbar das Potenzial in sich, jederzeit in Bewegung zu geraten und damit die Situation komplett zu verändern. Denn eine leichte Intervention genügt, um das Gleichgewicht zu verschieben. Was eben noch ruhig erschien, kann sich plötzlich beleben, sich aufbäumen.

„IM WIND“ ist damit die Inszenierung eines Zustands, kein abgeschlossenes Bild. Es bedeutet, nicht im Festen, sondern im Dazwischen zu sein, im Übergang, in der Bewegung, im ständigen Sich-Verändern unter der Einwirkung von Kräften, die man nie ganz besitzt. Somit zeigt „IM WIND“ einen offenen Prozess und fragt nach unserer Haltung, die wir einnehmen, da wir als sich bewegende Körper im Raum zu einem Teil des Gesamtgefüges werden. Die Werke entstehen im Zusammenspiel mit diesen Einflüssen, sie sind nie abgeschlossen, und ihre Bedeutung entsteht nicht im Festhalten, sondern im Mitgehen… im Fluss, im Wind sein! „IM WIND“ stehen heißt nicht, ihm ausgeliefert zu sein, sondern sich zu ihm zu verhalten. Die eigene Position, wie man sich bewegt, wie man reagiert, wird entscheidend.


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