|

Martina Biesenbach

Bildende Kunst

Kontakt

Lochner Str 9
50674 Köln
m.biesenbach@gmx.net

Martina Biesenbach

Bildende Kunst
Martina Biesenbach - Malerei und Objektkunst Der Blick aufs Soziale, auf die ungeschönten Realitäten in den Grenzbereichen der modernen Industriegesellschaften, ist bei den zeitgenössischen bildenden Künstlern in Deutschland selten geworden. Anders als manche Protagonisten der Young British Art blenden sie die harten Fakten weitgehend aus, um einer entkontextua- lisierten l’art pour l’art zu frönen, die sich weiterhin als gesellschaftlich Sublimes versteht. Eine Ausnahme stellt die Arbeit von Martina Biesenbach dar; auf der Grundlage einer langjährigen Beschäftigung im sozialarbeiterischen Bereich spart auch ihr künstler-isches Schaffen die brisanten sozialen Fragen, die in einer sich auflösenden Solidar- gemeinschaft virulent werden, nicht aus. Bei einem solchen Vorgehen ist aber Distanz und Neutralität vonnöten, eine Neigung etwa, die gesellschaftlichen Ränder pauschal zu glorifizierer, geht Biesenbach ab. Ein erstes Resultat einer solchen objektiv verstandenen Gestaltungsmethode war ihre Serie “Krankheitsbilder” [1997], die sich auf die diagnostische Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen bezieht. Sie ist ein Versuch, den jeweiligen pathologischen Mustern eine bildnerische Umsetzung zu verleihen. Jedoch geschieht das weniger auf eine freie, künstler- isch-expressive Art, sondern auf eine gewissermaßen organische. Basierend auf der Vorstellung, dass verschiedene Krankheitsformen sich speziell in unterschied- lichen motorischen Störungen niederschlagen, etwa Hyperaktivität auf der einen, stark verlangsamte Bewegungs- abläufe auf der anderen Seite, entschied sich Biesenbach für eine per- formativ-body-artistische Realisation. Das heißt, die Bilder sind entstanden, indem sich Biesenbach mittels Fuß-, also Trampel- bzw. Bewegungsspuren in die jeweilige Symptomtik “einzufühlen versuchte. Daraus resultierten Arbeiten mit fleckigem Farbgesprenkel und hektischen roten Fußstapfen im Falle des Paranoikers, ein düsteres, schweres und unbewegliches Bild, schwarze Fläche auf dunkelblauem Grund, bei der schizoiden Persönlichkeitsstörung, die durch eine starke Isolation des Kranken gekennzeichnet ist. Die dem innewohnende Überzeugung, dass die menschliche Seelenlandschaft in viele widerstreitende Möglichkeiten zerfällt, drückt auch eine Reihe von Polaroid-Selbstporträts [1998] aus sowie ein Zyklus überarbeiteter Fotografien "Hoffmanns Erzählungen" [1999]. Hier posiert die Künstlerin mit vor Entsetzen geweiteten Glupschaugen, einer Blindbrille, wie man sie auf der Sonnenbank verwendet, um (in ironischer Färbung) zu demonstrieren, wie jemand im Zustand größter Verzweiflung die Würde zu behalten versucht. Dass hier Fotos den Ausgangspunkt für eine Weiterverarbeitung liefern, ist im Schaffen Biesenbachs kein Einzelfall: so hatte sie die Möglichkeit, den ausgelagerten Kölner Straßenstrich einen Tag vor "Inbetriebnahme" zu besuchen und fotografisch zu dokumentieren. Auffällig ist an dieser Serie das betonte Understatement, der Betrachter musss schon wissen, worum es sich handelt. Biesenbach nämlich richtet das Augenmerk mehr auf unscheinbare Details, teilweise auch auf eine scheinbare Ästhetisierung. So zeigen die Fotos diese nichtssagenden, nummerierten Sexcontainer in menschenleeren Fluren, Waschräume, Waldstücke, aber nichts wirklich Verfängliches. Diese Fotos boten dann den Anlass für eine freiere Umsetzung des Themas in eine Serie von tafelbildartigen Assemblagen. Zentrales Motiv ist ein roter (eigentlich nutzloser) Alarmknopf, mit dem die Sexkabinen versehen sind, der jeweils mittig ins Bild gesetzt und vielfach variiert wird. So wird er zum Apfel, zur Gitterstruktur, zum rot zerspritzten Schwamm (steht für einen Luftröhrenschnitt, der bei der Operation einer älteren Prostituierten vorgenommen werden musste). Andere Arbeiten lösen sich von diesem Leitmotiv, weisen mit einer Menge von Liebesperlen in aufgelöster Form oder mit einem Blumenkranz auf die naiv-idealistischen Romantik-Vorstellungen von Familie und heiler Welt hin, mittels derer die Frauen ihre tatsächliche soziale Realität zu transzendieren suchen. Registrieren und Involvement, zwischen diesen beiden Polen bewegt sich Biesenbachs Zugriff, analog zu einem erfolgsversprechenden sozialen Eingreifen, das sich ebenfalls nicht auf bloße Identifikation und Kompensation beschränken darf, werden in Biesenbachs Arbeit die Fakten nüchtern diagnostiziert (denen man gleichwohl nie völlig neutral gegenüber stehen kann), die künstlerischen Resultate liefern die synthetisierende Aufhebung dieses Antagonismus. So auch die Reihe "Strukturfiguren" [seit 1999], diese "Tagebuchzeichnungen" sind von Soziogrammen beeinflusst, sie stellen die skripturale Wiedergabe von funktionalen Bezügen in unterschiedlichsten Realitätsbereichen dar. Die verschiedenen Beziehungsstrukturen zwischen den handelnden Personen in Institutionen oder sozialen Gruppen werden so auf ihre jeweiligen Positionen und Verknüpfungen hin analysiert. Das erlaubt Aussagen über das Wesens von Strukturen und ihre Funktionsfähigkeit. Im Gegensatz zu pädagogischen Diagrammen nehmen diese Notate bei Biesenbach figürlichen Charakter an: ein hektisches Geflecht von Pfeilzuweisungen wird so zur manischen "Durchstreichung" einer institutionellen Struktur, die so nicht lebensfähig ist. Auch diese Zeichnungen bilden den Grundbestand für eine größere bildnerische Ausarbeitung: "Die Amen" von 2000. Hier werden Schriftspuren auf eine rauhe Textur appliziert, die Strukturdiagramme werden zunehmend entsemantisiert, werden zum reinen Bild. So nämlich bietet die künstlerische Synthetisierung zwischen Analyse und Sympathetik - das dürfte klar sein - nicht zuletzt auch der Künstlerin selbst einen Weg des persönlichen Verarbeitens angesichts des steigenden Drucks im Sozialgefüge. Enno Stahl 2003

Über mich

Malerei, Foto, Martina Biesenbach
Lochner Str. 9
50674 Köln

atelierplanb@aol.com

Am 13.11.1954 geboren in Leverkusen
Lebt und arbeitet seit 1986 in Köln


Ausstellungen: Auswahl
1994 Kunsthaus Rhenania Galerie am Nil/Köln,
2004 Gulliver Überlebensstation, Köln
2005 Electric Ladylight/ Kunsthaus Rhenania
2005 HAUSDERKUNST KÖLN/INNE HALTEN
2005 MELATEN, Köln/ Abschied vom Ausblick
2013 "Kunst Musik und Supp...
Malerei, Foto, Martina Biesenbach
Lochner Str. 9
50674 Köln

atelierplanb@aol.com

Am 13.11.1954 geboren in Leverkusen
Lebt und arbeitet seit 1986 in Köln


Ausstellungen: Auswahl
1994 Kunsthaus Rhenania Galerie am Nil/Köln,
2004 Gulliver Überlebensstation, Köln
2005 Electric Ladylight/ Kunsthaus Rhenania
2005 HAUSDERKUNST KÖLN/INNE HALTEN
2005 MELATEN, Köln/ Abschied vom Ausblick
2013 "Kunst Musik und Suppe" Halle Zollstock
ein Kulturprojekt von Ellen Muck
 
Beteiligungen: Auswahl
1997 Ehrenfelder Kunstverein/Projekt Marathon. Hochbunker Köln
2000 Galerie 68elf Köln
2002 Frauenkunstforum/Heimat-Fremde- Heimat Südwestfalen(Gevelsberg)
2003 Gedok Karlsruhe, Orient-Okzident Prinz Max Palais
2003 Frauenmuseum Bonn,
2003 Kommunale Galerie Kunstsamt Wilmersdorf/Berlin,
2003 Projekt Heimat-Fremde-Heimat Neue Räum, Lutherkirche/ Hagen,
Westfälisches Industriemuseum/ Zeche Hannover, Hauptbahnhof/Bochum
2004 Deutzer Brücke/Kunsthaus Rhenania Projekt "Inseln des Glücks"
2004 Rheine: Ems-EKG-Passage, Europa Brücke/Kloster Bentlage
2004 Rumänien/Bukarest,: Nationaltheater
2004 Temeswar: Dtsch. Kulturzentrum, Galerie Interart Triade
2004 Marokko/Rabat, Goethe Institut
2005 Palomar Barcelona trifft Köln Kunsthaus Rhenania
2005 "Orient Okzident" Casablanca, Goethe Institut, Ifrane,
Universität Al Akhawayne, Rabat Foundation Orient Okzident, Tanger,
Wiesbaden, Frauenmuseum Bonn, 2006 Dresden, Leonberg(Bad.-Württ) Rathausfoyer, Saarbrücken, Ramesch
2006 Forum, Kairo, DAAD und Goethe Institut
2006 Fluxusfreunde "Glück und Konsum", Wiesbaden
2006 S.O.C. Trinitatiskirche Köln
2007 "Kommen Sie nachhause" Ein Kunstprojekt von Steff Adams
2007 Bremener Kunstfrühling
2007 Orient Okzident: Klagenfurt/Österreich, Alpe Adria Galerie Malle,
Saarbrücken, Saarbrücker Schloß
2007 "Haifischbecken, oder ist Gott Amerikaner" Ein Kunstprojekt
zum 31. ev. Kirchentag in Köln
2007 "Essen Kommen" in Köln, Kunsthaus Rhenania
2008 "Comic" Kulturbunker Leverkusen
2009 "Glück und Zeit" , Projektfortführung zum Thema "Glück" in Dortmund Depot e.V.
2009 GLÜCK STATT… Stattmuseum Köln
2011 Egotrip, Museum für verwandte Kunst
2011 Kulturbunker Ehrenfeld "dem glück auf der spur"
2011 Ostrale "Slaughterhouse five" Dresden
2011 Kommen Sie Nachhause 12 ein Kunstprojekt von Steff Adams
2012 Museum Zündorfer Wehrturm "viel glück"
2012 Ostrale, "Homeground" Dresden
2012 Galerie Sohle 1 Bergkamen "an der Wand ist der Tisch ein Bild"
2012 Konnektor Forum für Kunst, Hannover "Mitbringsel"
2012 Kunst und Religion in St. Michael, Köln
2013 d-52. raum für zeitgenössische kunst Düsseldorf
2013 Kunsthalle Troisdorf
2013 Halle Zollstock Gemeinschaftsausstellung mit Ellen Muck
2013 Buchprojekt „Glück“ Frank & Timme Verlag,
Thomas Münch/Martina Biesenbach Hg.
2014 Künstler ehren Christian Morgenstern Werder/ an der Havel
2014 "zum glück die letzte" Abschlußausstellung des Projektes
zum Thema St. Theodor, Köln

Beteiligung an International ausgeschriebenen Mail Art Projekten
, Objektkunst

Martina Biesenbach
Lochner Str. 9

50674 Köln
atelierplanb@aol.com
Tel. 0221/2403635



Am 13.11.1954
Geboren in Leverkusen
Lebt und arbeitet seit 1986 in Köln


Ausstellungen:

1993 Kunsthaus Rhenania Südkeller/Köln,
1994 Kunsthaus Rhenania Südkeller
1995 Kunsthaus Rhenania Galerie am Nil/Köln,
1996 Kölner Zoo
1996 Galerie Am Nil/Köln
2000 Luisenhospital in Aachen


Beteiligungen:

1990 Stadtsparkasse Bensberg,
1991 Stadtsparkasse/Refrath,
1996 Museum König/Bonn
1997 Ehrenfelder Kunstverein/Projekt Marathon. Hochbunker Köln
2000 Galerie 68elf Köln
2000 Gutenbergpavillion Mainz
2001 Kölner Kunstmarkt
2002 Deutsche Welle/Köln
2002 Frauenkunstforum/Heimat-Fremde Heimat/Südwestfalen(Gevelsberg)
2003Keuco/Hemer
2003 Gedok Karlsruhe, Orient-Okzident Prinz Max Palais
2003 Frauenmuseum Bonn,
2003Kommunale Galerie Kunstsamt Wilmersdorf/Berlin,


Beteiligung an Mail-Art Projekten und den offenen Ateliers



Kontakt:
Atelier/Zülpicher Str. 32
50674 Köln











Portfolio / Arbeiten

skip_media_container
OnePager Projekt starten
1

Wählen Sie den Namen der neuen Page

Zusammen mit der Adresse (URL) der Basisseite ist Ihr Projekt sofort unter dieser neuen Internetadresse verfügbar.

weitere Infos

alt_text_onepager_description_1
Editor Mode
2

Inhalte nach Ihren Vorstellungen einrichten.

Erste Daten, Bilder, Videos sowie persönlichen Daten haben wir bereits für Sie als Beispiel hinterlegt.

weitere Infos

alt_text_onepager_description_2
Seitenbereiche / Slides
3

Jedes Slide hat einen eigenen Editor

Mit dem Wechsel eines Slide wird der zugehörige Editor eingeblendet. Auf der rechten Seite bearbeiten Sie die Inhalte.

weitere Infos

alt_text_onepager_description_3
Erneut bearbeiten
4

Verborgener Button links unten in der Ecke

Via MouseOver wird der Button für den Editor Mode sichtbar, um Inhalte später erneut anpassen zu können.

weitere Infos

alt_text_onepager_description_4
OnePager anlegen / bearbeiten