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Muhsin Omurca: Integration à la IKEA
Ringlokschuppen Ruhr
Gefördert von der Stadt Mülheim an der Ruhr und der Sparkasse Mülheim an der Ruhr.
Unwort des Jahres 2024 - "Biodeutsch" - Schöpfer live im Ringlokschuppen Ruhr
Als Muhsin Omurca 1996 erstmals in einem Comic den Begriff "Bio-Deutscher" nutzte, hätte er wahrscheinlich nie gedacht, dass seine Wortneuschöpfung 28 Jahre später zu zweifelhaftem Ruhm gelangen würde: "Biodeutsch" ist 2024 zum Unwort des Jahres gekürt worden.
Die Jury begründete, dass das Wort im öffentlichen und gesellschaftlichen Sprachgebrauch aber vor allem auch in sozialen Medien verwendet werde, "um Menschen vor dem Hintergrund vermeintlich biologischer Abstammungskriterien einzuteilen, zu bewerten und zu diskriminieren".
Einst als humorvolle Beschreibung von Menschen ohne Migrationsbiografie erfunden und dann oft als ironische Wendung in links-alternativen Kreisen benutzt, hat ihn sich nun die neue Rechte, gerade in sozialen Medien, in diskriminierender Absicht angeeignet.
An der Negativ-Auszeichnung als Unwort des Jahres stört sich Muhsin Omurca nicht. Er spielt schließlich mit Vorurteilen und Klischees.
Letzlich lenkt die Debatte um seinen Begriff auch Aufmerksamkeit auf die Diskriminierung und den Rassismus, den viele migrantisch-gelesene Menschen in Deutschland tagtäglich erleben.
DUDEN – Vielfalt, 2023:„Nachweislich zum ersten Mal benutzt hat den Begriff "biodeutsch" der in der Türkei geborene deutsche Kabarettist Muhsin Omurca.“
Der SPIEGEL, 6.6.2017: „Es gibt ein neues Wort: biodeutsch…Die Suche nach den Ursprüngen des „Biodeutschen“ führt zuerst in eine ganz andere Richtung. Der Ulmer Kabarettist Muhsin Omurca soll den Begriff in die Welt gesetzt haben.“
BAYRISCHER RUNDFUNK, 19.1.2024:„Ebenso das Wort „Biodeutscher“, das 1996 vom deutsch-türkischen Kabarettisten Muhsin Omurca zum ersten Mal im ironischen Sinn verwendet wurde, um zwischen eingebürgerten Deutschen und Herkunftsdeutschen zu unterscheiden.“
"Gnadenlos und unverblümt hält Muhsin Omurca der deutschen und türkischen Kultur den Spiegel vor die Nase, macht Widersprüche auf komisch-brutale Weise sichtbar. Rotzfrech und bissig wird mit Vorurteilen Schluß gemacht. Oder er versucht, sie sarkastisch und provokativ zu ·injizieren·. Höchst amüsant, temperamentvoll, überzeugend…" (taz)
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