Spot on Economies — 1/2/8 Recherche Forum zu neuen Ökonomien mit Residenzen, Lectures und Workshops bei PACT Zollverein

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29. September 2021

Spot on Economies nimmt Ökonomien als entscheidende Schnittstelle sozialer, ökologischer und politischer Zukunftsentwürfe in den Blick. Über zwei Wochen (01.-17.10.) stellt PACT das gesamte Haus für Forschungsresidenzen vor Ort zur Verfügung, die von einem öffentlichen Programm mit hochkarätigen Vorträgen und Workshops gerahmt werden. Welche Möglichkeiten ergeben sich für unsere Zukunft, wenn wir die Grundbedingungen unserer Wirtschaft neu bestimmen? An drei Wochenenden bringt Spot on Economies künstlerische und theoretische Positionen zusammen, die unterschiedliche ökonomische Konzepte aufgreifen und neu verhandeln. Ein radikales Befragen der Ökonomie trifft auf alternative Praktiken und öffnet den Blick auf Veränderungen, die durch die Umweltkrise, feministische Bewegungen und Prozesse der Dekolonialisierung dringend gefordert sind. Die Beiträge lösen sich von einem Denken, das auf Knappheit, Eigentum und Wachstum aufbaut, und geben Raum für alternative Logiken.

Das Eröffnungswochenende untersucht mögliche Allianzen zwischen Wissenschaft und Aktivismus zur Förderung anderer Ökonomien (Ozan Alakavuklar) und bringt die Logik des Überflusses (Valeria Graziano und Giulia Palladini) mit dem Begriff des Degrowth/Postwachstum (Konzeptwerk Neue Ökonomie) in Dialog. 

Am zweiten Wochenende stehen Praktiken des Commoning/Vergemeinschaftung im Vordergrund: können festgefahrene Beziehungen zu Geld verlernt und durch Praktiken radikalen Vertrauens ersetzt werden (Common Wallet)? Am Abschlusswochenende blickt das Programm in die Zukunft und schlägt einen Perspektivwechsel vor: in einem Gespräch über die Entkolonialisierung der Wirtschaft (Surbhi Kesar und Ingrid Kvangraven) und einem Workshop zu Zukunftssicherung, ausgehend von einem anderen Zeithorizont, dem von Teenagern (Groundwerk).

Das gesamte Programm: www.pact-zollverein.de

Initiiert von Juliane Beck, Stefan Hilterhaus und Livia Andrea Piazza

Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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