Urbane Künste Ruhr stellt das Programm für 2022 vor: Kontinuitäten und Neuanfänge

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29. Januar 2022

Bochum – 28.01.2022 Anlässlich des Jahrespressegesprächs, das heute Morgen stattgefunden hat, stellt Urbane Künste Ruhr eine Auswahl an kommenden Projekten und Aktivitäten vor. Urbane Künste Ruhr, unter dem Dach der Kultur Ruhr GmbH, versteht sich als eine vielgestaltige, dezentrale Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet. Sie initiiert Projekte im öffentlichen Raum, Ausstellungen, Residenzprogramme und Veranstaltungen, häufig in Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Kooperationspartner*innen.

„Der Wunsch innerhalb der polyzentrischen Ruhrgebietsregion Zusammenhänge herzustellen, steht für mich als große Überschrift über dem Gesamtprogramm von Urbane Künste Ruhr. Die zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum erscheint dafür besonders geeignet: Künstlerische Neuproduktionen, die für bestimmte Orte entstehen, schaffen inhaltliche, soziale und politische Bezüge zum postindustriellen (Alltags-)leben. In diesem Jahr freuen wir uns auf vielseitige Veranstaltungen am Emscherkunstweg, auf etablierte Formate wie den Wandersalon und das Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr. Gleichzeitig beginnen wir mit einem aufregenden neuen Projekt, das weitere Verbindungen schafft: Healing Complex (2018–ongoing) von Irena Haiduk.“ Britta Peters, Urbane Künste Ruhr

Wie lassen sich aus der Kunst heraus neue Möglichkeiten des Austauschs und der Begegnung für die Stadtgesellschaft schaffen? Dieser Frage geht die Künstlerin Irena Haiduk unter Einbeziehung verschiedenster Menschen und Interessengruppen ab Mitte des Jahres nach: In der ehemaligen Kirche St. Bonifatius in Gelsenkirchen-Erle initiiert Urbane Künste Ruhr mit ihrem Projekt Healing Complex (2018–ongoing) einen Multifunktions-Ort, der unterschiedlichste Aktivitäten miteinander verknüpft: die Erholung von alltäglichen Strapazen durch Rituale wie Saunieren, das gemeinsame Backen von Teigwaren sowie Kunst. Auftakt des Projekts ist eine ab Juni laufende lebendige Ausstellung Haiduks, die durch ein vielfältiges Programm aus Workshops, Gesprächsformaten und vielem mehr begleitet wird.

In diesem Jahr freuen sich die Kooperationspartner*innen Urbane Künste Ruhr, Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr auf neue Kunstwerke für den Emscherkunstweg und die Ergebnisse der künstlerischen Revisionen. Die Arbeit CATCH AS CATCH CAN von Mischa Kuball und Lawrence Weiner feiert Wiedereröffnung, dasparkhotel_inside-outsite von Andreas Strauss erhält eine zweite Dependance in Castrop-Rauxel und die Skulptur Emscher Folly von Nicole Wermers bereichert zukünftig den permanenten Skulpturenpfad. Darüber hinaus wird das kostenfreie Vermittlungsangebot auf dem Radweg entlang der Emscher fortgeführt.

Das mobile Veranstaltungsformat Wandersalon von Urbane Künste Ruhr bietet auch in 2022 regelmäßig allen Interessierten die Gelegenheit, den im künstlerischen Programm aufgeworfenen Themen und Fragestellungen weiter nachzugehen. In nur wenigen Tagen startet die neue Wandersalonreihe Ermüdung und Versorgung in Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaften der Ruhr Universität Bochum: Die Künstlerin Alina Schmuch spricht am 2. Februar im Blue Square in Bochum mit Jörn Etzold, Professor am Institut für Theaterwissenschaft der RUB, und Britta Peters über ihr aktuelles Projekt Interior Spaces, das sich mit der Geschichte und den Entwicklungen der Wasserinfrastrukturen im Ruhrgebiet befasst.

Nicht zuletzt gehört zu den wiederkehrenden Inhalten auch das Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr für 14 internationale Künstler*innen. Die drei bis 12-monatigen Aufenthalte vor Ort werden ebenfalls in Kooperation mit lokalen Vereinen und Stiftungen ausgerichtet und haben sich als nachhaltiges Instrument bewährt, um bei allen Beteiligten neue Impulse zu setzen und längerfristige Beziehungen zu ermöglichen.

Hinter den Kulissen plant Urbane Künste Ruhr das nächste Ruhr Ding. Nach dem Ruhr Ding: Territorien (2019) und dem Ruhr Ding: Klima (2021) greift das Ruhr Ding: Schlaf im südlichen Ruhrgebiet im Mai und Juni 2023 die Frage auf: „Wie wollen wir leben?“.

Diese als auch weitere sich entwickelnde Aktivitäten des Jahres 2022 finden vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie unter Berücksichtigung der geltenden und zukünftigen behördlichen Vorgaben statt.

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