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Frischzelle

Die FRISCHZELLE wurde 2003 als Festival für intermediale Improvisation und Komposition durch die Medienkünstler und Musiker Sven Hahne und Matthias Muche initiiert. Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich das in Köln gegründete Festival mit Gastspielen auf dem Düsseldorfer Altstadtherbst, dem Bonner Beethovenfest und dem Moerser Jazzfestival über die Rheinmetropole hinaus zu einer anerkannten Plattform für junge Medienkunst und zeitgenössische Musik etabliert. Als Festival für intermediale Kunst experimentiert die Frischzelle mit ...

Die FRISCHZELLE wurde 2003 als Festival für intermediale Improvisation
und Komposition durch die Medienkünstler und Musiker Sven Hahne und
Matthias Muche initiiert. Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich das in
Köln gegründete Festival mit Gastspielen auf dem Düsseldorfer
Altstadtherbst, dem Bonner Beethovenfest und dem Moerser Jazzfestival
über die Rheinmetropole hinaus zu einer anerkannten Plattform für junge
Medienkunst und zeitgenössische Musik etabliert.
Als Festival für intermediale Kunst experimentiert die Frischzelle mit
vielfältigen Interaktionsformen zwischen klassischem Instrument und
elektronischer Klangerzeugung, mit Formen der audiovisuellen
Inszenierung sowie mit literarischen und tänzerischen Konzepten. Hierbei
beachtet die Frischzelle im Besonderen die Rolle der
Computertechnologie für die Transformation von Klang und Bild, die
Vernetzung unterschiedlicher Medien und die Verbindung zwischen
menschlichem Körper und Maschine in Form von Interfaces und
Sensorikapparaturen.

Auf den Frischzelle-Festivals treten Künstler aus dem Bereich der
Medienkunst und der Musik auf der Bühne in einen Dialog, der auf der
Grundlage von komponiertem und improvisiertem Material zu einem
eigenen Format gelangen soll. Hier kommen klassische Instrumente,
elektronische Klangerzeuger, projizierte Videobilder, skulpturale und
kybernetische Objekte, sowie alles, was direkte und indirekte
Verbindungen zwischen diesen Komponenten schaffen kann, zum
Einsatz. Mit diesem speziellen Crossover-Konzept widmet sich das
Festivals einer recht jungen Kunstsparte und so umfassend der Versuch
ist, die unterschiedlichen medialen Welten zu verbinden, so komplex
stellt sich seine Realisierung im konzertanten Zusammenhang dar. Nicht
selten wirken die Setups auf den Konzerten der Frischzelle wie eine Art
futuristisches Alchemie-Labor, aber die starke Präsenz der Technik sollte
nicht darüber hinweg täuschen, dass das Konzept der Frischzelle vor
allem den Mensch mit seiner körperlichen und geistigen Präsenz in
Relation zum Publikum, zu den Mitspielern, zu den von ihm geschaffenen
Apparaturen und nicht zuletzt zum Raum selbst in den Mittelpunkt der
Inszenierung rückt. Die komplexen Querverbindungen zwischen diversen
Technologien und Kunstformen soll zu einer Verschmelzung führen,
durch die das seinem Ursprung nach multimediale Geschehen als
geschlossene Form künstlerischen Ausdrucks wahrgenommen werden
kann. Eine Ausdrucksform, die multiperspektivisch mit dem Ziel
erschlossen werden kann, den Zuschauer näher an das Wesen dessen
heran zuführen, was er auf der Bühne sieht und hört, nämlich pure
Ausdrucksformen menschlichen Bewusstseins im Hier und Jetzt! Dafür
werden die traditionellen Formen der musikalischen Aufführung
verlassen, indem Musiker das Wagnis eingehen, neue, musikfremde
Komponenten in das Feld des spontanen Ausdrucks hinein zu lassen. Für
Medienkünstler ist es dagegen eine Herausforderung, in einer ad hoc-
Situation direkten Bezug zu musikalischem Geschehen und Publikum zu
nehmen. Forciert wird dieses Bekenntnis zur Offenheit und Spontaneität
durch die Struktur des Festivals, auf dem an mehreren Tagen jeweils 3 – 4
Aufführungen pro Abend stattfinden. Nach Möglichkeit werden
ausschließlich Ensembles präsentiert, die sich speziell für dieses Festival
neu zusammen finden und in denen die Zahl der Instrumentalisten,
Elektronik-Musiker und Medienkünstler in einem ausgewogenen
Verhältnis steht. So lässt das Moment der Erstbegegnung eine ganz
besondere Spannung entstehen, die sich im Idealfall von den Akteuren
auf der Bühne auf das Publikum überträgt.

Ursprung des Festivals war das Projekt Q-Spektrum mit Sven Hahne
(Video) und Norman Muller (Video) aus der Kunsthochschule für Medien,
sowie dem Ensemble Cauldron mit u.a. Matthias Muche (Trombone), das
aus der Zusammenarbeit mit dem Pianisten Paulo Alvares und dem
Ensemble für Improvisation, neue Kammermusik und aleatorische Musik
der Hochschule für Musik Köln entstand.
Es war ebenfalls dem Engagement von Prof. Anthony Moore, seinerzeit
Direktor der KHM und heute Leiter des KHM-Musicdepartments und
Reiner Michalke vom Stadtgarten Köln zu verdanken, dass die Frischzelle
die begonnene Kooperation zwischen der Hochschule für Musik Köln und
der Kunsthochschule für Medien Köln im Stadtgarten Köln weiter pflegen
konnte, um an diesem Ort eine Schnittstelle zur lokalen und auch
internationalen freien Szene zu schaffen.

Der langjährigen Arbeit und vielseitigen Aktivitäten rund um das Festival
Frischzelle folgte 2006 die Gründung des Vereins „Zeitkunst“, der als
Kristallisationspunkt einer Szene von interdisziplinär arbeitenden jungen
Nachwuchskünstlern dient und mittlerweile mit mehr als 100 Akteuren
ein äußerst lebhaftes, über Europa, den nahen Osten bis hin nach
Ostasien reichendes Netzwerk bildet.
Es ist der Förderung namhafter Institutionen wie dem Goethe Institut,
dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Deutschen Musikrat, dem
Kultursekretariats NRW, dem Kulturamt der Stadt Köln, der Kunststiftung
NRW, der Stiftung Kunstfonds, dem Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen und der SK-Stiftung Kultur Köln zu verdanken, dass
sich das Festivals Frischzelle nachhaltig entwickeln konnte und über Köln
hinaus Veranstaltungskooperationen eingehen konnte. Diese
Kooperationen machten es möglich, dass das Festival schon lange nicht
mehr allein im Stadtgarten in Köln beheimatet ist, sondern sich in den
vergangenen Jahren u.a. auf der Musik Triennale Köln, dem Moers-
Festival, auf dem altstadtherbst kulturfestival in Düsseldorf, dem
Beethovenfest Bonn, dem Mex im Künstlerhaus Dortmund, dem
Mediawave Festival Györ (Ungarn) und auf dem Get It Louder – Festival
Beijing, Shanghai präsentieren konnte.

Die unmittelbare räumliche Nähe der Kunsthochschule für Medien zur
Hochschule für Musik in Köln führte mit der Frischzelle zu einer
einzigartigen Zusammenarbeit, bei der die Potentiale und Traditionen
beider Institutionen mustergültig zur Geltung kommen. Die Hochschule
für Musik verbindet die Frischzelle als ein innovatives Festival, das neue
Wege des künstlerischen Ausdrucks gehen möchte mit der großen
Tradition der Neuen Musik und improvisierten Musik in Köln, die durch
Figuren wie Herbert Eimert, Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel oder
Alex von Schlippenbach repräsentiert werden. Die Kunsthochschule für
Medien wiederum verknüpft das Festival mit den Traditionen einer
technisch oder medientechnisch basierten Kunst, wie sie beispielsweise
im Rheinland durch Nam Jun Paik verkörpert wurde. Diese Pioniere legten
in NRW den bis heute fruchtbaren Nährboden für eine technisch fundierte
Kunst, die heute nun Dank einer rasant fortschreitenden Miniaturisierung
digitaler Technologie und natürlich durch ihre inzwischen günstige
Verfügbarkeit in ein neues Stadium getreten ist.

Contact
Office: +49 221 3555331538
hahne@zeitkunst.eu
zeitkunst.eu/frischzelle
HomePage

    Frischzelle
    Venloerstr. 40
    50672 Köln [ Innenstadt ]


    - Donnerstag 13.09.07, ab 21 Uhr Bergerkirche Düsseldorf - Freitag 14.09.07, ab 21 Uhr Bergerkirche Düsseldorf - Samstag 15.09.07, ab 21 Uhr im Konzertsaal des Stadtgarten Köln - Sonntag 16.09.07, ab 21 Uhr im Konzertsaal des Stadtgarten Köln - Montag 17.09.07, ab 21 Uhr im Konzertsaal des Stadtgarten Köln - Freitag 21.09.07, ab 21 Uhr Mex Dortmund
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